Hamburg

Hamburg belegt bei der Ökonomischen Bildung nur Platz zwölf
Noch immer gibt es an keiner weiterführenden allgemeinbildenden Schule ein eigenständiges Pflichtfach Wirtschaft. Bei der Lehrkräftebildung gibt es noch immer Optimierungspotenzial.

Am stärksten ist die Ökonomische Bildung an den weiterführenden allgemeinbildenden Schulen in Hamburg in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe verankert. Hier können die Schülerinnen und Schüler ein eigenständiges Fach Wirtschaft wählen. In der Sekundarstufe I am Gymnasium sowie an der Stadtteilschule spielt die Ökonomische Bildung hingegen eine geringe Rolle. So gibt es an keiner weiterführenden allgemeinbildenden Schulform in Hamburg ein eigenständiges Pflichtfach Wirtschaft. Auch die Wirtschaftslehrkräftebildung in Hamburg weist erneut Optimierungspotenziale auf. Dies gilt insbesondere für die Verankerung wirtschaftswissenschaftlicher und wirtschaftsdidaktischer Inhalte in den Studiengängen für Wirtschaftslehrkräfte.

Beim Gesamtindex liegt Hamburg im unteren Mittelfeld (Platz zwölf).

Hamburg erreicht in der OeBiX-Studie einen Wert von 34,40 Prozent

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Die Hansestadt liegt im Vergleich der Bundesländer im unteren Drittel auf Platz zwölf.

Hamburg erreicht in der OeBiX-Studie einen Wert von 34,40 Prozent

Die Hansestadt liegt im Vergleich der Bundesländer im unteren Drittel auf Platz zwölf.

Gesamtindex Ökonomische Bildung in Deutschland (OeBiX)

Stand 31.05.2024; Quelle: OeBiX-Studie „Zur Ökonomischen Bildung in Deutschland (Index)“, Hg. Flossbach von Storch Stiftung, wissenschaftliche Realisation: IÖB Oldenburg 

Ziel: Vollwertiges Nebenfach Wirtschaft

Bundes­durchschnitt

Ziel: Vollwertiges Nebenfach Wirtschaft
Niedersachsen
72,25%
72,25%
Bayern
65,02%
65,02%
Baden-Württemberg
63,76%
63,76%
Nordrhein-Westfalen
53,13%
53,13%
Schleswig-Holstein
53,03%
53,03%
Bremen
50,97%
50,97%
Mecklenburg-Vorpommern
48,69%
48,69%
Sachsen-Anhalt
48,27%
48,27%
Brandenburg
43,76%
43,76%
Thüringen
37,41%
37,41%
Berlin
37,38%
37,38%
Hamburg
34,40%
34,40%
Hessen
34,25%
34,25%
Saarland
33,57%
33,57%
Rheinland-Pfalz
29,66%
29,66%
Sachsen
21,85%
21,85%
0 %
10 %
20 %
30 %
40 %
50 %
60 %
70 %
80 %
90 %
100 %
Gesamtindex (OeBiX)

Hamburg erreicht nur in der Lehrkräftebildung ein durchschnittliches Ergebnis

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Hamburg schneidet nicht nur im Gesamtindex mit 34,40 Prozent mehr als zehn Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt (45,46 Prozent) ab, sondern auch im Teilindex Schule. Hier erzielt Hamburg 31,95 Prozent, ca. 15 Prozentpunkte weniger als der Bundesdurchschnitt (46,89 Prozent). Mit einem Wert von 39,30 Prozent im Teilindex Lehrkräftebildung bewegt sich Hamburg unter dem Niveau des Bundesdurchschnitts (42,61 Prozent).

Hamburg erreicht nur in der Lehrkräftebildung ein durchschnittliches Ergebnis

Hamburg schneidet nicht nur im Gesamtindex mit 34,40 Prozent mehr als zehn Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt (45,46 Prozent) ab, sondern auch im Teilindex Schule. Hier erzielt Hamburg 31,95 Prozent, ca. 15 Prozentpunkte weniger als der Bundesdurchschnitt (46,89 Prozent). Mit einem Wert von 39,30 Prozent im Teilindex Lehrkräftebildung bewegt sich Hamburg unter dem Niveau des Bundesdurchschnitts (42,61 Prozent).

OeBiX-Gesamtindex und -Teilindizes im Vergleich zum Bundesdurchschnitt

Stand 31.05.2024; Quelle: OeBiX-Studie „Zur Ökonomischen Bildung in Deutschland (Index)“, Hg. Flossbach von Storch Stiftung, wissenschaftliche Realisation: IÖB Oldenburg 

Ziel: Vollwertiges Nebenfach Wirtschaft
Hamburg
Hamburg
Bundesdurchschnitt
Gesamtindex
34,40%
45,46%
34,40%
45,46%
Teilindex Schule
31,95%
46,89%
31,95%
46,89%
Teilindex Lehrkräftebildung
39,30%
42,61%
39,30%
42,61%
0 %
10 %
20 %
30 %
40 %
50 %
60 %
70 %
80 %
90 %
100 %
Bundesdurchschnitt
Hamburg

Defizite insbesondere in der Sekundarstufe I

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Hamburg schneidet in nahezu allen Erhebungskategorien der OeBiX-Studie unter dem Bundesdurchschnitt ab. Besonders große Defizite deckte die OeBiX-Studie in der Sekundarstufe I auf. Hier liegt Hamburg sowohl an den nicht-gymnasialen Schulformen als auch am Gymnasium deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Ausnahmen bilden die Erhebungskategorien „Qualifikationsphase“ sowie die Erhebungskategorien der Wirtschaftslehrkräftebildung für das Gymnasium „Professuren Gymnasium“ und „Studiengänge Gymnasium“. Nichtsdestotrotz ist Ökonomische Bildung in Hamburg weitaus weniger gut verankert als ein reguläres Nebenfach.

Defizite insbesondere in der Sekundarstufe I

Hamburg schneidet in nahezu allen Erhebungskategorien der OeBiX-Studie unter dem Bundesdurchschnitt ab. Besonders große Defizite deckte die OeBiX-Studie in der Sekundarstufe I auf. Hier liegt Hamburg sowohl an den nicht-gymnasialen Schulformen als auch am Gymnasium deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Ausnahmen bilden die Erhebungskategorien „Qualifikationsphase“ sowie die Erhebungskategorien der Wirtschaftslehrkräftebildung für das Gymnasium „Professuren Gymnasium“ und „Studiengänge Gymnasium“. Nichtsdestotrotz ist Ökonomische Bildung in Hamburg weitaus weniger gut verankert als ein reguläres Nebenfach.

Teilindex Schule

Schulfächer für die Ökonomische Bildung

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Für die OeBiX-Studie wurde pro Bundesland und Schulform sowie Schulstufe jeweils ein Ankerfach für die Ökonomische Bildung im Pflichtbereich identifiziert. Da im Wahlpflichtbereich in einigen Fällen pro Schulform mehrere klar auf Wirtschaft fokussierte Wahlpflichtfächer angeboten werden können, wurden, anders als bei den Pflichtfächern, zum Teil auch mehrere Wahlpflichtfächer pro Schulform und -stufe in einem Bundesland bei den Berechnungen berücksichtigt. Diese Pflicht- und Wahlpflichtfächer stellen eine Berechnungsgrundlage für den OeBiX dar. Auf der Basis der jeweiligen behördlichen Dokumente (Lehrpläne, Verordnungen, Stundentafeln etc.) für die Sekundarstufen I und II wurden die für die jeweiligen Ankerfächer veranschlagten Kontingentstunden ermittelt. In einigen Stundentafeln sind die Kontingentstunden für mehrere Fächer in Summe angegeben, ohne dass der Anteil der einzelnen Fächer benannt ist. In diesen Fällen wurden die Kontingentstunden über den Durchschnitt ermittelt. Dabei wurde auch berücksichtigt, dass die Fächer ggf. in unterschiedlich vielen Jahrgängen unterrichtet werden. Sind Mindeststunden für ein Fach angegeben, wurden diese zugrunde gelegt. Ökonomische Bildung ist in der Regel in einem Integrationsfach verankert. Für alle Lehrpläne aller Bundesländer wurde eine Inhaltsanalyse durchgeführt, um den Anteil der ökonomischen Inhalte in dem Fach zu bestimmen. Entsprechend dieses Anteils wurde die Anzahl der Kontingentstunden für die Ökonomische Bildung bestimmt.

Teilindex Schule

Schulfächer für die Ökonomische Bildung

Für die OeBiX-Studie wurde pro Bundesland und Schulform sowie Schulstufe jeweils ein Ankerfach für die Ökonomische Bildung im Pflichtbereich identifiziert. Da im Wahlpflichtbereich in einigen Fällen pro Schulform mehrere klar auf Wirtschaft fokussierte Wahlpflichtfächer angeboten werden können, wurden, anders als bei den Pflichtfächern, zum Teil auch mehrere Wahlpflichtfächer pro Schulform und -stufe in einem Bundesland bei den Berechnungen berücksichtigt. Diese Pflicht- und Wahlpflichtfächer stellen eine Berechnungsgrundlage für den OeBiX dar. Auf der Basis der jeweiligen behördlichen Dokumente (Lehrpläne, Verordnungen, Stundentafeln etc.) für die Sekundarstufen I und II wurden die für die jeweiligen Ankerfächer veranschlagten Kontingentstunden ermittelt. In einigen Stundentafeln sind die Kontingentstunden für mehrere Fächer in Summe angegeben, ohne dass der Anteil der einzelnen Fächer benannt ist. In diesen Fällen wurden die Kontingentstunden über den Durchschnitt ermittelt. Dabei wurde auch berücksichtigt, dass die Fächer ggf. in unterschiedlich vielen Jahrgängen unterrichtet werden. Sind Mindeststunden für ein Fach angegeben, wurden diese zugrunde gelegt. Ökonomische Bildung ist in der Regel in einem Integrationsfach verankert. Für alle Lehrpläne aller Bundesländer wurde eine Inhaltsanalyse durchgeführt, um den Anteil der ökonomischen Inhalte in dem Fach zu bestimmen. Entsprechend dieses Anteils wurde die Anzahl der Kontingentstunden für die Ökonomische Bildung bestimmt.

Kontingentstunden Ökonomische Bildung in wirtschaftsaffinen Ankerfächern der Sekundarstufe I (nur Pflicht)

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Sowohl an der Stadtteilschule als auch am Gymnasium ist die Ökonomische Bildung mit einer bzw. 1,41 Kontingentstunden weit von der Unterrichtszeit von sechs Kontingentstunden eines regulären Nebenfachs im Pflichtbereich der Sekundarstufe I entfernt.

Kontingentstunden Ökonomische Bildung in wirtschaftsaffinen Ankerfächern der Sekundarstufe I (nur Pflicht)

Sowohl an der Stadtteilschule als auch am Gymnasium ist die Ökonomische Bildung mit einer bzw. 1,41 Kontingentstunden weit von der Unterrichtszeit von sechs Kontingentstunden eines regulären Nebenfachs im Pflichtbereich der Sekundarstufe I entfernt.

Kontingentstunden Ökonomische Bildung im Pflichtbereich der Sekundarstufe I in Hamburg

Stand 31.05.2024; Quelle: OeBiX-Studie „Zur Ökonomischen Bildung in Deutschland (Index)“, Hg. Flossbach von Storch Stiftung, wissenschaftliche Realisation: IÖB Oldenburg 

Ziel: Vollwertiges Nebenfach Wirtschaft
Stadtteilschule (Politik-Gesellschaft-Wirtschaft)
1,00
Gymnasium (Politik-Gesellschaft-Wirtschaft)
1,41
0
1
2
3
4
5
6
Kontingentstunden

Fächervergleich anhand von Kontingentstunden Sekundarstufe I (nur Pflicht)

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In der gymnasialen Mittelstufe in Hamburg schneidet die Ökonomische Bildung im Vergleich zu etablierten Nebenfächern wieder nicht gut ab. Hier stehen im Pflichtbereich für die Ökonomische Bildung nur 1,41 Kontingentstunden zur Verfügung. Sowohl andere gesellschaftswissenschaftliche als auch die naturwissenschaftlichen Fächer sind deutlich besser verankert. So verfügen die Fächer Erdkunde und Geschichte über mehr als fünfmal so viele Kontingentstunden wie die Ökonomische Bildung. Ein ähnliches Bild zeigt sich in der nicht-gymnasialen Schulform, der Stadtteilschule. Hier sind es im Pflichtbereich für die Ökonomische Bildung nur 1 Kontingentstunden. Sowohl andere gesellschaftswissenschaftliche als auch die naturwissenschaftlichen Fächer sind deutlich besser verankert. So stehen auch hier für die Fächer Erdkunde und Geschichte mehr als fünfmal so viele Kontingentstunden zur Verfügung wie für die Ökonomische Bildung.

Fächervergleich anhand von Kontingentstunden Sekundarstufe I (nur Pflicht)

In der gymnasialen Mittelstufe in Hamburg schneidet die Ökonomische Bildung im Vergleich zu etablierten Nebenfächern wieder nicht gut ab. Hier stehen im Pflichtbereich für die Ökonomische Bildung nur 1,41 Kontingentstunden zur Verfügung. Sowohl andere gesellschaftswissenschaftliche als auch die naturwissenschaftlichen Fächer sind deutlich besser verankert. So verfügen die Fächer Erdkunde und Geschichte über mehr als fünfmal so viele Kontingentstunden wie die Ökonomische Bildung. Ein ähnliches Bild zeigt sich in der nicht-gymnasialen Schulform, der Stadtteilschule. Hier sind es im Pflichtbereich für die Ökonomische Bildung nur 1 Kontingentstunden. Sowohl andere gesellschaftswissenschaftliche als auch die naturwissenschaftlichen Fächer sind deutlich besser verankert. So stehen auch hier für die Fächer Erdkunde und Geschichte mehr als fünfmal so viele Kontingentstunden zur Verfügung wie für die Ökonomische Bildung.

Fächervergleich Kontingentstunden gymnasiale/nicht-gymnasiale Sekundarstufe (nur Pflicht) in Hamburg

Stand 31.05.2024; Quelle: OeBiX-Studie „Zur Ökonomischen Bildung in Deutschland (Index)“, Hg. Flossbach von Storch Stiftung, wissenschaftliche Realisation: IÖB Oldenburg 

Kontingentstunden Sekundarstufe I Gymnasium (nur Pflicht)
Kontingentstunden Sekundarstufe I Gymnasium (nur Pflicht)
Kontingentstunden Sekundarstufe I nicht-gymnasial (nur Pflicht)
Ökonomische Bildung
1,41
1,00
1,41
1,00
Erdkunde
7,39
6,22
7,39
6,22
Geschichte
7,39
6,22
7,39
6,22
Chemie
4,22
4,00
4,22
4,00
Physik
5,40
6,40
5,40
6,40
Biologie
6,59
6,40
6,59
6,40
Religion/Philosophie
10,00
8,00
10,00
8,00
Sport
18,00
18,00
18,00
18,00
0
2
4
6
8
10
12
14
16
18
20
Kontingentstunden Sekundarstufe I nicht-gymnasial (nur Pflicht)
Kontingentstunden Sekundarstufe I Gymnasium (nur Pflicht)

Teilindex Lehrkräftebildung

Integrative Professur in der Wirtschaftslehrkräftebildung

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An der Universität Hamburg ist eine integrative Professur für die Wirtschaftslehrkräftebildung für weiterführende allgemeinbildende Schulen verantwortlich.

Teilindex Lehrkräftebildung

Integrative Professur in der Wirtschaftslehrkräftebildung

An der Universität Hamburg ist eine integrative Professur für die Wirtschaftslehrkräftebildung für weiterführende allgemeinbildende Schulen verantwortlich.